Sendlinger-Tor-Platz

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 © Stadtarchiv München

Im Rahmen der großen Stadterweiterung durch Ludwig den Bayern entstand 1285 bis 1337 eine zweite Stadtbefestigung, in deren Rahmen das Sendlinger Tor errichtet wurde. 1319 wird es erstmals erwähnt, bestand aber wohl schon früher. Die ursprünglich nur aus dem für die Münchener Stadttore charakteristischen Mittelturm bestehende Tor- und Wehranlage wurde um 1420 um die beiden Flankentürme ergänzt, die durch Schluss der äußeren Stadtmauer notwendig wurden. Im Jahre 1318 wurde das Sendlinger Tor auch erstmals als Startpunkt für den Weg nach Italien urkundlich erwähnt. 1808 wurde der Mittelturm abgerissen. Arnold Zenetti führte 1860 eine Restaurierung der beiden erhaltenen Flankentürme und der Binnenmauer mit den drei Toreingängen durch. 1906 wurden diese Toreingänge aus verkehrstechnischen Gründen durch einen großen Mittelbogen ersetzt und durch die Flankentürme Durchgänge mit Turmportalen getrieben. Die Portale stammen von Wilhelm Bertsch.

Der Name Sendling geht auf einen germanischen Sippenchef namens "Sendilo" zurück, der im 6.Jahrhundert nach Christus den Ort "Sentilinga" gründete.

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Das Sendlingertor lag in der 2. Stadtmauer zwischen dem Karlstor und dem Angerertor, das am südlichsten Zipfel der Stadtmauer war etwa wo heute das Technische Hochhaus an der Blumenstraße steht. 1807 wurde der Torturm und 1869 das Vortor abgerissen. Der Graben der Stadtmauer war vom Angererbach gespeist.

 © Stadtarchiv München

 © Stadtarchiv München

 © Stadtarchiv München

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 © Stadtarchiv München

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Immobilienmarkt 1856 und 1861: Grundstücke vor dem Sendlingertor zu verkaufen. Unser Foto aus dem gleichen Jahr 1861 zeigt die Gegend damals: eine quasi verkehrsberuhigte Zone auf dem Sendlingertorplatz. Mit der Ruhe sollte es bald vorbei sein, denn die erste Pferdetrambahn kommt in 16 Jahren hier vorbei.

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 © Sadtarchiv München

Unser erster Gleisplan vom Sendlingertorplatz zeigt die Planung der Pferdebahn von H. Otlet vom 16.Mai 1877: die Variante mit nur einem Gleis über den Platz und um den Brunnen herum.

 © Sadtarchiv München

Am 29.06.1877 erfolgte der Neubau und die Inbetriebnahme der Strecke durch die Sonnenstraße zwischen Karlsplatz Stachus und Sendlinger-Tor-Platz in Doppelspur. Schon am 19.9.1877 wurde die Strecke zur Müllerstraße bis Fraunhoferstraße in Doppelspur verlängert. Nach einer Bauzeit vom 16.10.1882 - 10.11.1882 ging ab dem 12.11.1882 die Strecke in der Lindwurmstraße zwischen Sendlinger-Tor-Platz und Goetheplatz in Doppelspur in Betrieb.

Pferdetramway-Wagen Nummer 109 kommt am Sendlingertorplatz an. Anlaß der Installation des ersten Brunnen auf dem Sendlingertorplatz mit seiner im Hintergrund sichtbaren Fontänenanlage war die Eröffnung der ersten Trinkwasserleitung München aus dem Mangfalltal 1883.

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 © Stadtarchiv München

Kaum gebaut, schon Schwierigkeiten: am 8.7.1877 berichtete der "Bayerischer Landbote" über die Trambahn-Gleise am Sendlingertorplatz.

1877-07-08 Bayerischer Landbote Gleise S

Der Stadtplan von 1888 von München zeigt die erste Trambahnstrecke über den Sendlingertorplatz. 

1888_München_Stadtplan_Staatsbibliothek

Aus den Münchner Archiven

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Münchener Pferdebahn, hier Fahrplan für die neue Strecke,„Sendlingerthorplatz“

 

Hienach muß,

von früh 7½ bis Mittags 12½ Uhr alle fünf Min.,

von Mittags 12½ bis 1½ Uhr alle zehn Min.,

von Nachmittags 1½ bis Abends 7½ Uhr alle fünf Min.,

von Abends 7½ bis 9½ Uhr alle zehn Min.

ein Wagen nach jeder Richtung abgehen.

Am eindruckvollsten sind immer Originaldokumente: Fahrplan für die neue Pferdetrambahn vom 13.Juli 1877 durch die Sonnenstraße in Absprache mit der königlichen Polizeidirektion.

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V.k.H. mit Plänen u. mit unserem Schreiben an die Trambahndirektion vom 11. l. M. an die Polizeidirektion dahier mit dem ersuchen um gefl. Äußerung, ob gegen die Ausführung der Pläne Blatt 2a unter der Voraussetzung, daß die Allerhöchste Genehmigung des Abbruches des Sendlingerthores erfolgt, von Verkehrspolizei wegen eine Er