Harras

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1862

1856 wurde das einstige Schloss am Löwenhof (heute etwa Plinganserstraße 38-42) an der Gabelung der Landstraßen von München nach Wolfratshausen und Weilheim abgerissen, einen Rest erwarb der Gastwirt Robert Harras und errichtete dort ein Café mit Gartenwirtschaft, das Zum Harras hieß und sich als beliebter Ausflugsort für die Münchner etablierte.

1865

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1865

Das Dorf Untersendling auf der Karte von 1865 weit vor den Toren Münchens.

Cafe harras 1890 DE-1992-FS-NL-WEIN-0487

1890

 Löwenhof 

©  Stadtarchiv München

©  Stadtarchiv München

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Auch das Café wurde 1903 abgerissen, nur der Name überlebte in der Bezeichnung des dort entstandenen Platzes, der 1930 offiziell seinen Namen erhielt.

1910 Cafe Harras DE-1992-FS-NL-WEIN-0490

1913

©  Stadtarchiv München

05-09-1913_Löwenhof_Harras_Stadtarchiv.

1910

©  Stadtarchiv München

Auf dem Bild von 1910 sieht man sogar noch eine Trambahn rechts aus dem Bild wischen und einen weiteren Zug am Harras stehen.

Im Linienplan von 1891 endet die Trambahn Linie VI / blau noch auf der Höhe der Aberlestraße. Ab 16.11.1883 wurde sie vom Goetheplatz dorthin verlängert.

Ab 1894 führ die Pferdetrambahn-Linie VI / blau schon bis zum Sendlinger Berg. 

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1891

©  Stadtarchiv München

Ab 1.7.1894 wurde die Pferdetrambahn auf der Strecke Sendlinger Berg - Plinganserstraße von der Münchner Trambahn Actiengesellschaft MTAG als Neubau in Betrieb genommen. Die kurze Bauzeit 22.5.1894 - 15.6.1894 ist dadurch zu erklären, daß damals die meisten Straßen weder geteert noch gepflastert waren und daher eine Schienenverlegung recht schnell möglich war.

1895  Harras Planung Trambahn Eisenbahn.

1895

Wenige Tage später erfolgte am 21.7.1894 die Eröffnung des Betriebshofs in der Plinganserstr. 40, dem Löwenhof neben dem Cafe Harras. Der Neubau wurde erbaut von 17.4.1894 - 21.7.1894 und hatte Platz für 34 Wagen.

Mit der Elektrifizierung wurde der Betriebshof 1898 wieder aufgelöst.

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Am 1.7.1904 wurde die Gleisanlage am Harras umgebaut mit einer Abzweigung zum Waldfriedhof anläßlich der Inbetriebnahme der Strecke zum Waldfriedhof mit Einbau eines 77 Meter langen Doppelgleises bei Abzweigung aus Plinganserstraße.

Nach Gleiserneuerungen in den Jahren 1907 und 1910 wurde der Harras im Frühjahr 1920 mit einem umfangreichen Umbau zu einer flexiblen Verkehrsdrehscheibe umgebaut.

Diese Schleifenlage, ein Kreis mit drei Abgängen, behielt der Harras bis zum Jahr 1927.

1894
1894
1898