Hauptbahnhof

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Die Geschichte

Der Bahnhof ist der zentrale Mittelpunkt in jeder Stadt. Das ist natürlich nicht anders in München. Am Beginn der Münchner Bahnhofsgeschichte standen zunächst hochfliegende Pläne. 1838, im selben Jahr, als der erste Spatenstich an der München Augsburger Strecke erfolgte, gingen Baudirektor Ulrich Himbsel und sein Stellvertreter Joseph Pertsch an die Projektierung eines Bahnhofsgebäudes für die Königliche Bayerische Haupt- und Residenzstadt. Joseph Pertsch entschied sich für das Gelände des heutigen Postgiroamtes an der Sonnenstraße. Hier plante er die Errichtung eines großzügigen, halbkreisförmigen Stationsgebäudes mit 4 Hauptgebäuden

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© Verkehrsmuseum Nürnberg

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© Verkehrsmuseum Nürnberg

Pertsch plante das Stationsgebäude als halbkreisförmige, sich zur Sonnenstraße hin öffnende Anlage. Die für die,München-Augsburger Eisenbahnlinie vorgesehenen Gleise sollten auf hoher Aufdämmung Mathilden- und SingstraBe (heute Schillerstraße) überqueren und auf einem etwa 260 Meter langen Backsteinviadukt über die,Theresienhöhe geführt werden. Dieses Projekt wie auch 2 andere Varianten wurden verworfen und der erste Münchner Bahnhof entstand auf dem Marsfeld vor den Toren der Stadt.

Quelle: Verkehrsarchiv beim Verkehrsmuseum Nürnberg.

Als 1874 die ersten Pferdetrambahn-Pläne kühn durch die ganze Stadt gelegt wurden, war natürlich auch der Bahnhof erste Anlaufstation als Übergang für die Reisenden von und nach München. Der neue Centralbahnhof von Friedrich Bürklein ersetzte den alten Bahnhof auf dem Marsfeld wenige hundert Meter weiter westlich und wurde am 1.Oktober 1849 in Betrieb genommen. 

Der Centralbahnhof im Jahr 1854

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Der Centralbahnhof im Jahr 1885

Aber bei der rasanten Ausbreitung des Schienennetztes wurde eine Erweiterung gebaut von 1877 bis 1883. Und genau in dieser Zeit beginnt auch die Timeline der Trambahngeschichte des Hauptbahnhofs, der damals stolz Centralbahnhof hieß.

© Sammlung Stadtarchiv München

© Sammlung Stadtarchiv München

© Sammlung Stadtarchiv München

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© Sammlung Stadtarchiv München

Das 1898 erbaute Stationshaus mit Wartesalon für Trambahn-Fahrgäste stand bis 1929 an diesem Platz und mußte dann dem Autoverkehr weichen. Es war ein besonderer Service für die Fahrgäste damals. In München gab es an vielen Plätzen und Kehrschleifen teilweise sehr aufwändig gestaltete Warteräume. Doch der am Bahnhofsplatz war mit Abstand der schönste damals.

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© Archiv FMTM e.V.

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