Fürstenried

Fürstenried, ursprünglich Poschetsried genannt, verdankt seinen Namen dem Kurfürsten Max Emanuel und dem Begriff "Ried" für Rodung. Der Kurfürst beauftragte seinen Hofbaumeister Joseph Effner mit dem Bau von Schloss Fürstenried (1715–1717). Im Jahre 1716 wurde Fürstenried erstmals genannt und gehörte seit 1818 zur Gemeinde Forstenried. 1912 wurde diese nach München eingemeindet. 

Grafik von D. Fuchsberger

© Archiv FMTM e.V.

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Fürstenried ist eine reine Wohnstadt und wuchs in den 60er-Jahren enorm. Daher entschloß man sich, die Linie 8 ab 31. Oktober 1964 über die Hoffmannstraße hinaus über den Ratzingerplatz und einen eleganten Bogen im Tunnel von der Boschetsriederstraße zur Drygalskiallee nach Fürstenried zu führen.

Bilder wie diese wirken immer sehr kahl und steril: über die Jahre sind diese Neubau-Ort wieder richtig in die Natur eingewachsen und diese alten Perspektiven sind längst zugewachsen, - für manche Bauwerke ist das zuweilen vielleicht auch manchmal ein Segen.

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Höhepunkt des Münchner

Trambahnnetztes

Mit diesem Ausbau und anderen Verlängerungen und Erweiterung der Trambahn im Norden und Osten der Stadt  erreichte das Münchner Trambahnnetz seine größte Ausdehnung.  Damit wurden in vielen Bereichen in den 60er-Jahren große städtplanerische Visionen umgesetzt, die gleichermaßen den öffentlichen Nahverkehr wie auch den Autoverkehr betrafen wie z.B. den Mittleren Ring, Altstadtring etc. 

Am 31. Oktober 1963 wurde die Linie 6 vom Waldfriedhof zum Lorettoplatz verlängert, am 8. November 1963 folgte die Inbetriebnahme der kreuzungsfrei angelegten Schnellstrecke vom Scheidplatz zum Harthof, die von der Linie 8 bedient wurde. Am 31.Oktober 1964 erreichte die Linie 8 im Südwesten den neuen Endpunkt Fürstenried-West, am 18. Dezember 1964 folgte die nördliche Verlängerungsstrecke zum Hasenbergl. Mit einer Gesamtlänge von 20,8 Kilometern war die Linie 8 zur wichtigsten Münchner Nord-Süd-Verbindung und gleichzeitig längsten Trambahnlinie herangewachsen.

Zum Jahreswechsel 1964/65 war die Münchner Trambahn mit einer Streckennetzlänge von 134,6 Kilometern an dem absoluten Höhepunkt ihrer Geschichte angelangt. Auf den 21 Straßenbahnlinien mussten zur Stoßzeit 339 Züge eingesetzt werden. 

Plan des Münchner Trambahnnetzes mit seiner größten Ausdehnung 1965

Zeichnung: Peter Hübner FMTM e.V.

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Natürlich gibt es hier auch einen genauen Gleisplan, diesmal sogar gleich 2. Die erste Schleife Fürstenried mußte für den U-Bahn-Bau aufgegeben werden und eine etwas weiter vorne liegende Schleife an der Neuriederstraße wurde gebaut & ab 31.05.1987 für gut 4 Jahre bis 1.6.1991 genutzt. 

Der Klassiker schlechthin in meiner Lebenszeit war die Linie 8 ab 31.10.1964  nach Fürstenried. Dabei fuhr sie nur bis zum 22.11.1975 diese Wendeschleife an.

Ein Denkmal bekam die Linie 8 im berühmten Lied vom bayrischen Volkssänger Ferdinand Weisheitinger – besser bekannt als Weiß Ferdl –, die ratternd durch die Stadt fuhr.

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Ab dem 23.11.1975 löste die Linie 16 die Linie 8 an der Wendeschleife Fürstenried. Letzter Betriebstag für die Linie 16, dann auf der Neurieder-Schleife, war der 01.06.1991.

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U-Bahnhof Fürstenried West

Der Bahnhof Fürstenried West ist der südliche Endpunkt der Linie U3. Er wurde von den Architekten Grüner, Schnell und Bierler zusammen mit dem städtischen U-Bahnreferat geplant. Die Lichtgestaltung, die in sehr ähnlicher Form auch im Bahnhof Kreillerstraße eingesetzt wird, stammt von Bartenbach Lichtlabor.

Der rund 7,5 Meter breite Bahnsteig liegt etwa 10 Meter unter der Neurieder Straße. Die Bahnsteigwände sind wie bei zahlreichen anderen Bahnhöfen der südlichen U3 relativ unbearbeitet, die Bohrpfähle sind lediglich von gelben Lamellen geschmückt, die vom Boden bis zur Decke reichen.

Das eigentliche Prunkstück des Bahnhofs ist die indirekte Beleuchtung über drei Lichtbänder, die von großen Aluminiumtafeln an der Decke reflektiert werden. Diese bilden dort eine annähernd halbrunde Form aus, die exakt so berechnet ist, dass das Licht gleichmäßig über die gesamte Bahnsteigbreite verteilt wird.

Der U-Bahnhof Fürstenried West verfügt über eine unterirdische Park+Ride-Garage mit 215 Stellplätzen sowie einen oberirdischen Park+Ride-Parkplatz mit weiteren 53 Plätzen für PKWs, die Farbgestaltung der Tiefgarage stammt von Christoph Schwarz. Auch der von Maya Reiner und Jörg Weber entworfene Busbahnhof an der Oberfläche setzt architektonische Akzente in Fürstenried.

Abstellanlage

U-Bahnhof

Fürstenried West

Text & Bilder: Florian Schütz | www.u-bahn-muenchen.de

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