Ratzingerplatz

Mit der Nutzung von Google Maps verlassen Sie den Gültigkeitsbereich unserer Datenschutzerklärung und stimmen den rechts nebenstehenden Nutzungs-Bedingungen von Google automatisch zu. > 

Der Ratzingerplatz wurde ab 5.11.1931 nach dem Generalleutnant Moritz Ratzinger (1849 - 1930)  benannt. Für seine Verdienste um das Sanitätswesen erhielt er am 25. Juli 1917 den Charakter als Generalleutnant. 

Im Sommer 1964 ist große Betriebsamkeit auf der Baustelle der Wendeanlage am Ratzingerplatz.

Für die beengte Wendeschleife an der Hofmannstraße konnte 1964 mit der Verlängerung nach Fürstenried am Ratzingerplatz ein groß dimensionierter Ersatz geschaffen werden, die neue Schleife wurde ganz im Stil der Trennung aller Verkehrswege inmitten der Richtungsfahrbahnen der Boschetsrieder Straße angelegt. Erreichbar war die Haltestelle über Fußgänger-Unterführungen, seitlich konnte an mehreren Bussteigen auf die Omnibuslinien umgestiegen werden. Lediglich für einen Monat fand die Linie 8 hier zwischen 30. September und 30. Oktober 1964 ihre südliche Endhaltestelle, ehe der weitere Abschnitt bis Fürstenried West befahrbar war. Für etwas mehr als anderthalb Jahre drehte am Ratzingerplatz zur Stoßzeit noch die Verstärkerlinie E8 zwischen April 1965 und November 1966. Die Tangentiallinie 22 fand – wie zuvor schon seit Jahrzehnten an der Hofmannstraße – bis zu ihrer Stilllegung im Februar 1970 zur Hauptverkehrszeit ihr südliches Linienende, ansonsten wendete die heute so schmerzlich vermisste Trambahnverbindung am Harras.

Eröffnungsfahrten mitten durch die Baustelle gab es früher auch schon: Ab 30. September 1964 fährt der 8er nicht mehr bis zur Hofmannstraße (hinten links anhand des Hochbunkers zu erkennen), sondern einige hundert Meter weiter zur neuen Schleife Ratzingerplatz. An der Weiterführung wird da schon längst gearbeitet, ein Monat später ist die Strecke nach Fürstenried West fertig

Bis 1970 diente die Schleife auch als Halteplatz der Trambahn der Städtischen Wanderbücherei, wovon das charakteristische Haltestellenschild – dann vom Bus genutzt – noch lange Jahre zeugte. Nach Aufgabe der Strecke nach Thalkirchen wurde der 20er ab Oktober 1970 in der Hauptverkehrszeit vom Harras bis zum Ratzingerplatz verlängert, ehe die Linie ab 1972 den 8er ganztägig bis Fürstenried West unterstützte. Danach diente die Schleife nur mehr für einzelne Verstärkerfahrten und bei Störungen als Wendestelle.

Die Linie 8 mit typischem M5-Dreiwagenzug mit Tw 985 kurz vor dem Ratzingerplatz auswärts als Dienstwagen am 8.6.1966. Man sieht hier noch die Kreuzung der O-Bus-Oberleitung sehr gut.

Der M5-Tw 2665 + m5-Bw 3543 an der Haltestelle Ratzingerplatz einwärts als Linie 16 am 1.6.1991

Mit Inbetriebnahme der U-Bahnlinie U3 zur Forstenrieder Allee im Jahr 1989 überlegten die Verkehrsbetriebe einen Umbau der Schleife als Wendemöglichkeit aus Fahrtrichtung Fürstenried, ließen den seit 1975 hier verkehrenden 16er dann aber doch noch bis zur weiteren Verlängerung der U-Bahn die nächsten zwei Jahre weiter bis zum Harras fahren. Bis heute ist die Anlage nahezu komplett als „Lost Place“ erhalten geblieben, soll aber im Rahmen der neuzubauenden Tram-Westtangente umgestaltet und neubebaut werden. Die Tram würde hier künftig nur noch in Straßenmittellage durchfahren, eine neue Platzanlage als solches wohl auf der Nordseite angelegt.

Ungewohntes Bild des Ratzinger Platz mit den verschiedenen eingezeichneten Umbaupläne vom 23.2.1989 für die Umkehrschleife aus Richtung Fürstenried.

Linienchronik Ratzingerplatz

Die Wagen der Linie 8 waren hier 11 Jahre vom 30.09.1964 bis zum 22.11.1975 heimisch.

Streckeneröffnung für die lange Linie 8 jetzt vom Harthof nach Fürstenried am 31.10.1964

Nachfolger der Linie 8 war die Linie 16 vom 23.11.1975 bis zur Einstellung am 01.06.1991.

P3-Tw 2023 + p3-Bw 3007 auf der Linie 16 an der Haltestelle Ratzingerplatz einwärts 16.9.1982

Die Linie 18 bediente den Ratzingerplatz vom 01.02.1971 bis zum 30.6.1972.

Die Linie 18 mit dem M4-Tw 957 + m4-Bw am Ratzingerplatz einwärts im Februar 1971

Fast schon wieder vergessen: die Linie 20 vom 05.10.1970 bis 01.06.1975 am Ratzingerplatz.

M4-Tw 970 + m4-Bw 1774 auf der Linie 20 am Ratzingerplatz auswärts am 2.7.1971

Der 23.11.1975 war der erste Tag der Linie 26 bis zum 27.05.1978 am Ratzingerplatz. Bonus-Track dann vom 11.03.1984 bis 29.10.1989.

Der P-Tw 2023 + Bw am Ratzingerplatz auf der Linie 26  1982

Obus-Impressionen am Ratzingerplatz kurz vor der Einstellung - noch wird jedoch mit Anhänger gefahren. Foto: SWM

© SWM

O-Bus am Ratzingerplatz

Der Münchner Obus-Betrieb bestand von 1948 bis 1966 und führte vom Romanplatz über Waldfriedhof zum Ratzingerplatz. Der Ratzingerplatz war also zuerst eine Busstation, bevor die Trambahn kam.

Déjà-vu & Zukunft am Ratzingerplatz

In der Historie wurde die Westtangente nach dem Krieg von einem O-Bus befahren und inzwischen sind die Planungen, auf der identischen Strecke von damals eine Trambahnverbindung zum Ringschluß im Westen zu bauen, sehr weit fortgeschritten. Damit bekommt der Ratzingerplatz wieder eine Funktion, - allerdings nicht an diesem Ort in dieser Konfiguration, die Endhaltestelle wird Aidenbachstraße heißen und die Tram hatte ihre Schleife über dem U-Bahnhof. Bisherige Planungen sehen eine Bebauung des Areals auf dem Ratzingerplatz vor.

ANSCHRIFT

Freunde des Münchner Trambahnmuseums e.V.
Postfach 210225
80672 München

KONTAKT

Tel.:  089 / 625 67 16

Mobil:  0160 / 470 96 99

Email:  fmtm@tram.org

WERKSTATT-GRUPPE

Tel.:  089 / 3615382 


E-Mail: ag@tram.org

FOLGEN

  • Facebook Social Icon
  • Instagram Social Icon
  • FMTM on YouTube

MITGLIED WERDEN

Datenschutzerklärung nach DSGVO