Kurfürstenplatz

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Die Trambahn arbeitete sich nach und nach durch die Barerstraße zum Kurfürstenplatz durch. Zuerst ging sie bis zur Schellingstraße, dann weiter bis zur Adalbertstraße und schließlich am 1.Juli 1894 zumindest erstmal eingleisig zum Kurfürstenplatz mit der Linie I (Linienfarbe: Weiß). Damals wurde auch gleich ein eingleisiges Betriebsgleis durch die Hohenzollernstrasse zum Betriebshof an der Wilhelmstraße gebaut & in Betrieb genommen: bisher wurde die Strecke durch die Barerstraße vom Depot an der Nymphenburgerstraße mitbedient.

Gebaut vom 26.6. bis 20.7.1895 konnte am 24.07.1895 auf der Strecke durch die Hohenzollernstraße zwischen Kurfürstenplatz und Wilhelmstraße das 2. Gleis in Betrieb gehen.

Auf der Karte der Ringlinie VII von 1898 sieht man die erste Anbindung des Kurfürstenplatzes an das Münchner Strassenbahn-Netz. Die gestrichelt eingezeichneten Straßen waren damals nur in Planung.

Am 15. August 1900 fuhr der letzte Pferdebahnwagen von hier über die Hohenzollernstraße zur Ludwigstraße, am 15.8.1900 wurde der elektrische Betrieb aufgenommen. Am 6.1.1911wurde nach einer Bauzeit vom 21.9.1910 - 24.12.1910 die Trambahnlinie vom Kurfürstenplatz über die Hohenzollern- und Teng- zur Augustenstraße eröffnet, wodurch der heutige Platz entstand. So ist in Oscar Brunns (1853–1919) Plan von München aus dem Jahr 1914 noch lediglich die Kreuzung Kurfürsten- mit Belgradstraße zur Hohenzollernstraße eingezeichnet. Am 3.12.1913 ging dann die Schleife Schleife am Kurfürstenplatz in Betrieb für die Linien 6 und 16. Erst 1915 wurde der Platz nach Kurfürst Maximilian II. Emanuel benannt.

Blick vor der Ecke Nordendstraße in die Hohenzollernstraße Richtung Osten im Jahr 1910 mit der Kurve der Trambahn stadteinwärts. Links das Wirtshaus "Zur Krone" bestand noch sehr lange, wurde später in den 60er-Jahren zum legendären "Zum-Zum" bis in den 2000er-Jahren ein Neubau entstand.

Bild: Stadtarchiv München

Der Kurfürstenplatz im Stadtplan von 1926

Alte Umkehrschleife am Kurfürstenplatz: im Streckenplan sieht man gut die Wendeschleife. Interessant ist auch die damals gerne verwendeten "Hosenträger" in der Hohenzollernstraße. Die Gleise in die Belgradstraße waren damals nur Hinterstellgleise, die Strecke zum Scheidplatz wurde erst 1959 eröffnet.

Bild: Stadtarchiv München

Am Kurfürstenplatz lohnt es sich mal wieder, die alten Streckenpläne mit der Wendeschleife und der Streckenführung durch die Hohenzollernstraße in die heutige Lage des Kurfürstenplatzes einzufügen.

Bild: Stadtarchiv München

Bild: Stadtarchiv München

Die Bebauung des Kurfürstenplatz änderte sich über die Jahrzehnte und 1935 mussten die alten Häuser der Westseite weichen und die typische Bebauung des Kurfürstenplatzes entstand, die den Ort bis heute prägt.

Bild: Stadtarchiv München

Bild: Stadtarchiv München

Bild: Archiv FMTM e.V.

Auch die Westseite des Kurfürstenplatz wurde 1935 neu und höher bebaut.

Vom 20.11.1936 - 10.12.1936 wurden die Gleise der Schleife am Kurfürstenplatz erneuert.

In den Kriegsjahren fuhr eine Bockerlbahn auf dem ausgedehnten Schmalspurnetz der Schutt-Beseitigungs-Bahn auch über den Kurfürstenplatz. Die Hilfsbahnlinie römisch II verband das Stadtzentrum mit Schwabing. Ab 1. Februar konnte die Hilfsbahnlinie II nur noch zwischen Lenbachplatz und Kurfürstenplatz pendeln.  Ab 19. Februar 1945 werden die Dampf-Hilfsbahnlinien II und III vereinigt und fahren  als Linie II im 20 Minuten-Takt vom Kurfürstenplatz Lenbahplatz Oettingenstrasse Haidhausen zum Ostbahnhof. Der 10. März bringt wieder die alte Streckenführung vom Lenbahnplatz zum Kurfürstenplatz. Ab dem 9.April 1945 ändert sich nun einiges auf den Dampf-Hilfsbahnstrecken: wegen des zunehmenden Güterverkehrs wird die Mitnahme von Personen stark eingeschränkt.

Bockerlbahn

Nach dem 2.Weltkrieg fand  1950 auf der Strecke Barerstraße ab Theresienstraße - Nordendstraße bis Kurfürstenplatz eine Gleiserneuerung statt.

Fabrikneu ist der M1/m1-Zug 764/1601 im Juni 1950, als er am Kurfürstenplatz auf der Fahrt zur Münchner Freiheit seinen Fahrgastwechsel durchführt

Bild: Archiv FMTM e.V.

Bild: Archiv FMTM e.V.

Am 15.April 1959 wartet ein Wagen der Linie 18 in der Wendeschleife auf die Weiterfahrt zur Hoffmannstraße. Ab 12. September 1959 drehten Die Wagen der Linie 18 nicht mehr hier, sondern wurden durch die Hohenzollernstraße zum Nikolaiplatz weitergeführt

Bild: Korsch / Archiv FMTM e.V.

Auf diesem Bild von 1956 war das Eiscafe "Venezia", das es heute an gleicher Stelle noch gibt, noch nicht eröffnet.

Bild: Archiv FMTM e.V.

Bild: Archiv FMTM e.V.

Die Linie 8 fuhr ab 19.September 1959 stadtauswrts zum Scheidplatz. Die Belgradstraße bekam 1959 eine zweigleisige Strecke zum neuen Scheidplatz, der seinerseits wieder mit dem Kölner Platz verbunden wurde. Der Kurfürstenplatz wurde umgebaut, die Kehrschleife verschwand und die Nord/Süd-Richtung wurden geradelinig über den Platz geführt.

Gleisbauarbeiten in der Belgradstraße  vom 16.3.1959 - 9.10.1959

Bild: Archiv FMTM e.V.

Noch im 1960 wurde die Strecke durch die Hohenzollernstraße zwischen Kurfürstenplatz und Wilhelmstraße erneuert einschließlich der Weichen und Zufahrt zum Depot Wilhelmstraße.

Im Streckenplan von 1968 sieht man ein letztes Mal  die weitere Streckenführung der Linie 22 damals zum Nikolaiplatz, die bald darauf 1970  wegen des U-Bahn-Baus stillgelegt wurde. Es erfolge 1968 ein Umbau des Doppelgleises zum Abbiegen aus Richtung Hohenzollernplatz zur Belgradstraße. Damals gab es noch keine Möglichkeit stadtauswärts zum Hohenzollernplatz abzubiegen. 

Bild: Archiv FMTM e.V.

Bild: Archiv FMTM e.V.

Bild: Archiv FMTM e.V.

Bild: Archiv FMTM e.V.

Im jahr 1971erfolgt am Kurfürstenplatz ein Umbau mit dem Einbau einer Abzweigung stadtauswärts zum Hohenzollernplatz. Die Strecke durch die Hohenzollernstraße zur Leopoldstraße und Nikolaiplatz wurde am  5.4.1970 aufgelassen.

Im Mai / Juni 1995 findet am Kurfürstenplatz eine Gleiserneuerung der Weiche Nr. 366, 395, 398 und 399, sowie ca. 30 m Rillengleis in der Hohenzollernstraße westl. der Weiche 399 statt.

Eine weitere Gleiserneuerung  gab es vom 10.7.2006 - 15.9.2006 au der Strecke Barerstraße ab Schellingstraße - Nordendstr. bis  Kurfürstenplatz mit Bus-Ersatzverkehr für diesen Zeitraum.

Der Kurfürstenplatz im Winter 2019: die Linien 27 und 28 sowie die Trambahnlinie 12 kreuzen den Platz neben den Bussen der Linien 53 und 59.

Linie-Chronik des Kurfürstenplatz

Der 01.07.1894 war der Starttag für die Linie I (Linienfarbe: Weiß) als Pferdetrambahn am Kurfürstenplatz, der damals noch namenlos war. Schluß war noch im selber Jahrhundert am 27.07.1897.

Ab dem 16.04.1968 kam die Linie 2 zum Kurfürstenplatz und fuhr zum Waldfriedhof. Am 23.11.1975 war die Linie 2 wieder verschwunden.

Linie 2 mit M3-Tw 856 wartet an der Haltestelle Kurfürstenplatz auswärts am 1.5.1965

Nachkriegs-Gastspiel der Linie 3 von hier zum Botanischen Garten: ab 09.08.1948 bis 19.04.1949 bot die Linie 3 diesen Service.

Schon am 11.12.1906 kam die Linie 6 bis 12.02.1923 hier vorbei bei der Fahrt zur Boschetsrieder- und Hofmannstraße. Nachdem Krieg gab es vom 26.05.1945 bis 07.10.1946   noch eine kurze Visite der Linie 6.

Auch die Linie 7 kennt den Kurfürstenplatz vom 27.07.1897 nach als Pferdetrambahn bis 11.07.1906, ab 15.08.1900 elektrisch betrieben.

Die Linie 8 gastierte am Kurfürstenplatz am 06.12.1935 mit Nachkriegs-Unterbrechungen bis zu ihrer Einstellung 22.11.1975.

Auch die Linie 10 kennt den Kurfürstenplatz von ihrer Zeit vom 17.10.1923 bis 05.12.1935, als sie von hier den Isartalbahnhof verband.

Starttag für die Linie 12 war der 23.11.1975 und so fährt sie auch heute noch über den Kurfürstenplatz.

M5-Tw 2518 auf der Linie 12 in der Belgradstraße kurz vor dem Kurfürstenplatz im März 1988

Die Linie 15 befuhr den Kurfürstenplatz vom 23.11.1975 bis 19.10.1980.

Ein M3-Tw 2312 + m3-Bw 3359 Zug am 19.7.1979 auf der Linie 15 am Kurfürstenplatz auswärts

Linie 16 befur die Gleise des Kurfürstenplatz vom 11.12.1906 bis 03.08.1914 und nochmal vom 19.04.1920 bis 16.10.1923 als Verstärker zur Linie 6.

Nur noch das Zielschild wechseln und der A-Tw 220 und a-Bw startet 1913 am Harras zur Fahrt zum Kurfürstenplatz.

Auch Linie 17 kreuzte den Kurfürstenplatz vom 24.12.1910 bis 17.12.1944 bis wegen Kriegszerstörungen kein Betrieb mehr möglich war. Revival dann vom 19.10.1958 bis 11.04.1965 für die Linie 17.

Die Linie 18 kam öfter hier vorbei: vom 06.12.1935 bis 21.09.1944 und wieder vom 07.05.1951 bis 18.09.1959. Ab 19.10.1980 bis zum 23.05.1993  kam die Linie 18 nochmal hier vorbei.

Ein A Wagen der Linie 18 im Jahr 1936 an der Schauburg mit Zielschild Kurfürstenpaltz.

Der Klassiker über den Kurfürstenplatz ist die Linie 22 seit dem 04.12.1928 bis zur Einstellung der Linie am 28.02.1970.

Der K2-Tw 712 kommt am 21.10.1951 auf der Hohenzollernstraße vom Hohenzollernplatz über den Kurfürstenplatz auf dem Weg zum Nikolaiplatz.

Der heutige Stammgast über den Kurfürstenplatz kam erst spät am 23.05.1993 und ist dafür bis heute geblieben. 

Schon am 24.10.1955 begann die Linie 28 die Fahrt über den Kurfürstenplatz bis 1964. Erst wieder seit dem kommt vom Scheidplatz her die Linie 28 bis heute wieder über den Kurfürstenplatz.

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