Kurfürstenplatz

Am 15. August 1900 fuhr der letzte Pferdebahnwagen von hier über die Hohenzollernstraße zur Ludwigstraße. Noch vor dem Ersten Weltkrieg wurde die Trambahnlinie vom Kurfürstenplatz über die Hohenzollern- und Teng- zur Augustenstraße angelegt, wodurch der heutige Platz entstand. So ist in Oscar Brunns (1853–1919) Plan von München aus dem Jahr 1914 noch lediglich die Kreuzung Kurfürsten- mit Belgradstraße zur Hohenzollernstraße eingezeichnet. Erst 1915 wurde der Platz nach Kurfürst Maximilian II. Emanuel benannt.

Auf der Karte der Ringlinie VII von 1898 sieht man die erste Anbindung des Kurfürstenplatzes an das Münchner Strassenbahn-Netz. Die gestrichelt eingezeichneten Straßen waren damals nur in Planung.

Die Trambahn arbeitete sich nach und nach durch die Barerstraße zum Kurfürstenplatz durch. Zuerst gibg sie bis zur Schellingstraße, dann weiter bis zur Adalbertstraße und schließlich am 1.Juli 1894 zumindest erstmal eingleisig zum Kurfürstenplatz. Damals wurde auch gleich ein eingleisiges Betriebsgleis durch die Hohenzollernstrasse zum Betriebshof an der Wilhelmstraße gebaut & in Btrieb genommen: bisher wurde die Strecke durch die Barerstraße vom Depot an der Nymphenburgerstraße mitbedient.

Blick vor der Ecke Nordendstraße in die Hohenzollernstraße Richtung Osten im Jahr 1910 mit der Kurve der Trambahn stadteinwärts. Links das Wirtshaus "Zur Krone" bestand noch sehr lange, wurde später in den 60er-Jahren zum legendären "Zum-Zum" bis in den 2000er-Jahren ein Neubau entstand.

Bild: Stadtarchiv München

Bild: Archiv FMTM e.V.

Bild: Stadtarchiv München

Bild: Stadtarchiv München

Alte Umkehrschleife am Kurfürstenplatz: im Streckenplan sieht man gut die Wendeschleife. Interessant ist auch die damals gerne verwendeten "Hosenträger" in der Hohenzollernstraße. Die Gleise in die Belgradstraße waren damals nur Hinterstellgleise, die Strecke zum Scheidplatz wurde erst 1959 eröffnet.

Bild: Stadtarchiv München

Bild: Stadtarchiv München

Die Bebauung des Kurfürstenplatz änderte sich über die Jahrzehnte und 1935 mussten die alten Häuser der Westseite weichen und die typische Bebauung des Kurfürstenplatzes entstand, die den Ort bis heute prägt.

Bild: Stadtarchiv München

Bild: Stadtarchiv München

Am Kurfürstenplatz lohnt es sich mal wieder, die alten Streckenpläne mit der Wendeschleife und der Streckenführung durch die Hohenzollernstraße in die heutige Lage des Kurfürstenplatzes einzufügen.

Fabrikneu ist der M1/m1-Zug 764/1601 im Juni 1950, als er am Kurfürstenplatz auf der Fahrt zur Münchner Freiheit seinen Fahrgastwechsel durchführt

Bild: Archiv FMTM e.V.

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Bild: Korsch / Archiv FMTM e.V.

Am 15.April 1959 wartet ein Wagen der Linie 18 in der Wendeschleife auf die Weiterfahrt zur Hoffmannstraße. Ab 12. September 1959 drehten Die Wagen der Linie 18 nicht mehr hier, sondern wurden durch die Hohenzollernstraße zum Nikolaiplatz weitergeführt

Auf diesem Bild von 1956 war das Eiscafe "Venezia", das es heute an gleicher Stelle noch gibt, noch nicht eröffnet.

Bild: Archiv FMTM e.V.

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Die Linie 8 fuhr ab 19.September 1959 stadtauswrts zum Scheidplatz. Der Kurfürstenplatz wurde umgebaut, die Kehrschleife verschwand und die Nord/Süd-Richtung wurden geradelinieg über den Platz geführt.

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Dieser Umbau ist erst im nächsten Streckenplan dokumentiert. Hier gibt es auch einen Einblick in die damaligen Planungsgeschäfte, wie die vielen Anmerkungen und Maße und Handzeichnungen zeigen.

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Im Streckenplan von 1968 sieht man ein letztes Mal  die weitere Streckenführung der Linie 22 damals zum Nikolaiplatz, die bald darauf wegen des U-Bahn-Baus stillgelegt wurde. Damals gab es noch keine Möglichkeit stadtauswärts in die Hohenzollernstraße abzubiegen. 

Bild: Archiv FMTM e.V.

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Der Kurfürstenplatz im Winter 2019: die Linien 27 und 28 sowie die Trambahnlinie 12 kreuzen den Platz neben den Bussen der Linien 53 und 59.

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