Gestern & heute: Baumkirchnerstraße


Als am 14.September 1926 der erste Wagen der Linie 31 am Eröffnungstag in Berg-am-Laim an der Baumkirchnerstraße wendete, lag Berg-am-Laim noch weit draußen vor der großen Stadt.

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts begannen Planungen von "Überlandstrecken", die jetzt durch die Elektrifizierung möglich waren und für die Pferdebahn unmöglich erschienen: eine Trambahn über Ramersdorf nach Perlach (wir berichteten im Trambahn-Journal) und eine Trambahnlinie über Berg-am-Laim weiter nach Trudering. Erste Pläne wurden auf Bitten mit Unterschriftslisten von Anwohnern erstellt.

Ein Bild vom 25.November 1960 zeigt die Wartehalle an der Baumkirchnerstraße.

Wer erinnert sich noch an die auf dünnem knisternden Papier gedruckten Fahrplanhefte der Verkehrsbetriebe: der Fahrplan der Linie 1 aus dem Winter 1966/1967-Fahrplan.

Am 30.7.1967 fing Peter Wagner den M-Tw 906 auf der Linie 1 an der Kreuzung Berg-am-Laim-/Baumkirchner Straße ein, kurz vor der Stilllegung dieser Schleife: am 21.4.1968 ging die Verlängerung durch die Kreillerstraße zur St.-Veit-Straße in Betrieb.

Ein Vergleich der Bilder zeigt die rege Bautätigkeit in den letzten 50 Jahren an dieser Stelle sowie die Tatsache, dass viele alte Häuser der Straßenverbreiterung zum Opfer fielen.

Der Gleisplan der Schleife zeigt ihre damalige Lage: der Platz der durch die Entfernung der Schliefe frei wurde, wurde nicht bebaut und ist ein weiterer Platz, der aus der Vogelperspektive wie an vielen anderen Stellen in München noch heute alte Trambahnschleifen erkennen lässt.

In unserem großen Archiv kann man sogar noch die Kalkulation der Entfernung der Schienen nachlesen.

Na ja, - ein bisserl was bleibt immer: überteerte Gleisreste in der ehemaligen Schleife an der Baumkirchnerstraße auch noch nach 50 Jahren.


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