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Schwanseestrasse / Perlacher Forst

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In diesem Plan von 1898 sieht man, daß das Gebiet süd-östlich von Giesing weitgehend Weideland und unbebaut war. Weiter draussen lag der Ort Stadelheim.

Stadelheim lockte damals mit einem Gasthaus am Rande des Perlacher Forstes, einer weitläufigen Forstanlage. Es stand etwa auf dem heutigen Parkplatz des Perlacher Friedhofs heute. Dieser Friedhof wurde erst 1928 bis 1931 angelegt. Allerdings entstand auch schon 1896  auf dem ehemaligen Gut Stadelheim ein erster Gefängnisbau.

 Ostfriedhof 

 Giesinger 

  Bahnhof  

Die erste Trambahnanbindung des Giesinger Bahnhofs erfolgte am 1.2.1909 auf der 975m langen Strecke vom St.-Martins-Platz - Eintrachtstraße - Schlierseestraße zum Giesinger Bahnhofplatz nach einer Bauzeit vom 11.1.1909 bis 28.1.1909. Vorläufig gibt es am Giesinger Bahnhof nur ein Stumpfgleis mit Weiche zum Gleiswechsel. Daher konnte die Strecke auch anfangs nur mit Zweirichtungs-Fahrzeugen ohne Beiwagen befahren werden.

 

Der Betriebshof  7  kurz vor dem Bahnhof Giesing in der Schlierseestraße Nr. 43 – 45 ging am 20.8.1913 in Betrieb und bestand bis zum 27.5.1972.

Durch den Erwerb des ehemaligen Siemens Kriegsmetallwerk an der Stadelheimerstraße (später Ständlerstraße)  und dessen Umbau in der Folge zur großen Trambahn-Hauptwerkstätte als Ersatz für die alte Hauptwerkstatt an der Schäftlarn wurde ein Gleisanschluß zu diesem Betriebshof nötig. Am 21.3.1921 ging diese Strecke durch die Schwanseestraße zwischen Giesinger Bahnhofplatz und Chiemgaustraße und weiter durch die Aschauerstraße zur Hauptwerkstätte zuerst als eingleisige Strecke in Betrieb.  Dabei erfolgte auch der Umbau der Gleisanlagen vor Giesinger Bhf.

 Bahnhof Giesing 

 Betriebshof 7 

Am 7.7.1924 wird die Strecke vom Giesinger Bahnhof zur Hauptwerkstätte nach einer Bauzeit 27.04.1924 bis 07.07.1924 zweigleisig in Betrieb genommen und der Linienverkehr aufgenommen.

Im Jahr 1928 sind die Zubringer-Trambahnen  in der Aschauerstraße angekommen und bringen die Arbeiter in die neue Hauptwerkstätte in der Stadelheimerstraße. Eine Schleife gab es an der Ständlerstr, bzw in der HW nie. Der 27er fuhr mit Solo-Zweirichtungs-Triebwagen, die in der Aschauer Straße über den Gleiswechsel wendeten. Die Personalwagen wendeten in der HW über Gleiswechsel.

 

Der Name Ständlerstraße wurde erst 1931 für diesen Teil vergeben, - eigentlich gab es auch bis dahin nur einen Feldweg, der zum Fahrweg mit Bahnübergang gewachsen war, wie auch das Bild gut zeigt.

Im Jahr 1925 steht die ehemalige stolze "Restauration Stadelheim" (siehe Bild weiter oben) etwas abgenutzt als "Waldwirtschaft Alt-Stadelheim" da mit der Hauptwerkstätte im Hintergrund. Das Haus wurde zum Bau des Friedhofgeländes 1931 abgerissen.

Das Bild vom 14.April 1931 zeigt nicht die Trambahn-Gleisbauten, sondern die Schienen sind teil eines Industriegleises, das vom Giesinger Bahnhof nach Stadelheim gebaut wurde.

Die Trambahnstrecke zum Friedhof Perlacher Forst kommt...

Der Friedhof wurde vom damaligen Stadtbaurat Hermann Leitenstorfer geplant und 1931 für Bestattungen freigegeben. Unser Bild zeigt die Bauarbeiten im Jahr 1930.

 1930 

In diesen Zeiten erfolgte der Bau von Trambahnstrecken oft über unbebautes Land und später erst entstanden dann die mit Trambahnlinien erschlossenen Siedlungen. 1933 gab es die Schwanseestraße noch nicht, nur die Trambahn. 

 1933 

 2010 

Die Schleife am Friedhof am Perlacher Forst im Rohbau: es scheint, dass der Laternenmast noch heute dort steht. Deutlich sieht man die Schotterung der 360°-Schleife sowie der Hinterstellgleise. 

 1933 

 2010 

Die Umstellung der Liniengruppe 7 verzögerte sich bis April 1936, da die Winterwitterung den Bau der Verlängerungsstrecke zum Perlacher Forst behinderte. Am 9.4.1936 ging dann die Strecke ab der Abzweigung Schwanseestraße / Chiemgaustraße geradeaus stadtauswärts zur ebenfalls neu gebauten Schleife Schwanseestraße an der Ständlerstraße mit Namen "Friedhof Perlacher Forst" in Betrieb. Damit war die Schleife am Giesinger Bahnhof ungenutzt und verschwand. Seit dem ist der Giesinger Bahnhof nur noch eine einfache Trambahnhaltestelle.

Unser Bild ist leider nicht aus dem Eröffnungsjahr, sondern 15 Jahre später, als der 2.Weltkrieg beendet war und der K-TW 697 im Jahr 1951 in der Schleife steht.

Die Schleife am Friedhof Perlacher Forst wurde von Anfang an sehr großzügig ausgebaut: die Schleife an sich, ein Möglichkeit zur Kreisfahrt, die so groß angelegt war, dass nach dem Krieg sogar M-Wagen-Züge reinpassten, um Überholungen möglich zu machen und zwei lange Hinterstellgleise. Dieses Layout hatte lange Bestand.

Der Winterfahrplan ab 29. September 1974 wird dann die Zielbezeichnung "Friedhof am Perlacher Forst" im Rahmen einiger anderer Umbenennungen auf Schwanseestraße umbenannt.

Linienchronik Friedhof Perlacher Forst / Schwanseestraße

Die Linie 7 fuhr ab dem 09.04.1936 vom Ostfriedhof zum Friedhof Perlacher Forst. Der 18.10.1980 war der letzte Tag für die Linie 7 insgesamt und damit auch am Bahnhof Giesing.

Die Linie 7 mit M5-Tw 984 an der Haltestelle Giesing Bahnhof auswärts im Dezember 1968, links noch das Kino am Giesinger Bahnhofsplatz zu sehen.

Die Schleife Schwanseestraße benutzte die Linie 17 vom 11.12.2011 bis zum 10.12.2017 mit kurzen Unterbrechungen.

Ab dem 10.12.2017 bis heute ist die Linie 18 in der Schleife am Schwanseeplatz zuhause.

Das ist kein planmäßiger Umlauf: der Friedhofsverkehr an Allerheiligen war früher bei der Münchner Trambahn ein Tag der Sonderlinien und Zusatzwagen. So kam auch mal die Linie E20 zum Friedhof Perlacher Forst.

Der M5-Tw 2502 + m5-Bw 3502 an der Endhaltestelle Schwanseestraße am 1.11.1986.

Die Linie 27 fuhr sie vom 01.07.1926  bis 01.04.1936 bis zur Ständlerstraße/HW. Ab dem 28.05.1972 bis zum 21.11.1975 und wieder vom 19.10.1980 bis zum 11.12.2011  wendete die Linie 17 hier in der Schwanseestraße.

der P3-Tw 2005 + p3-Bw 3005 auf der Linie 27 an der Endhaltestelle Schwanseestraße am Allerheiligentag 1.11.1993

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