Max-Josephs-Brücke (Bogenhausener Brücke)

Bereits 1804 entstand an der Stelle der heutigen Brücke eine Holzbrücke über die Isar und an der Stelle der heutigen Tivolibrücke eine ebenfalls aus Holz errichtete Brücke über den Eisbach. Aufgrund technischer Mängel und Hochwasser musste die Isarbrücke in den Jahren 1811 (Holzbrücke auf zwei gemauerten Pfeilern) neu als Steinbrücke errichtet werden.

Das Gemälde von 1812 zeigt die neue gemauerte Bogenhausener Brücke.

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© Stadtarchiv München

Doch auch diese Konstruktion machte an den beiden weichen Ufern Schwierigkeiten und so wurde 1876 eine Eisenfachwerkbrücke neu errichtet. Diese Eisenbrücke wurde am 13. September 1899 durch ein Hochwasser zerstört, das alle bis dahin bekannten Hochwassermarken überstieg.

Im Jahr 1876, als auch unsere erste Pferdebahn in München fuhr, wurde auch diese Eisenkonstruktion als Bogenhausener Brücke in Betrieb genommen. 

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© Stadtarchiv München

Die Bogenhausener Brücke oder Max-Josephs-Brücke stürzte am 13.September 1899 beim Hochwasser ein.

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© Stadtarchiv München

Einen Monat nach dem Hochwasser bauten am 17.10.1899 Pioniere die zerstörte Max-Joseph-Brücke  als Notbrücke auf. 

17.10.1899 Max-Joseph-Brücke  DE-1992-FS-AB-STB-063-01.jpg

© Stadtarchiv München

Im Rahmen des Brückenbauprogramms wurde im November 1901 mit dem Bau der noch heute bestehende Brücke aus Stein begonnen, die damals noch in unbebauter Umgebung zwischen ungefassten Uferböschungen lag. Die Gestaltung der Brücke übernahm Theodor Fischer, die Konstruktion und den Bau die Firma Sager & Woerner. Für die Errichtung der Brücke verwendete man das schon vorhandene Lehrgerüst der in gleicher Bauweise und mit fast genau den gleichen Abmessungen errichteten Prinzregentenbrücke nach geringfügiger Veränderung ein zweites Mal. 

Ab dem 17.05.1907
konnte die Trambahn auf der Max-Josephs-Brücke (Bogenhauser Brücke) zur Endhaltestelle & Hinterstellgleis an der Mauerkirchner Straße fahren. 

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© Archiv FMTM e.V.

Unser Gleisplan dazu: die Linie 20 fuhr ab 25.11.1906 von der Max-Joseph-Brücke - Oettingenstraße - Thierschstraße -bis zum Maxmonument. Ab 17.05.1907 ging es dann von der Montgelas-/Mauerkirchner Straße - Max-Joseph-Brücke - Maxmonument - Isartorplatz - Baldeplatz zum Isartalbahnhof. 

Montgelas-Straße baumkirchnerstraße Hinterstellgleis Bogenhausener Brücke.jpg

© Stadtarchiv München

Im Jahr 2020 hat unser Leser Richard Wagenführer die Möglichkeit genutzt, bei Rodungsarbeiten einen kurzen Blick auf die komplette Max-Josephsbrücke zu werfen. 

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© Richard Wagenführer