Werkstattwagen

Werkstattwagen

Typ: u 1.45

Betriebsnummer: 920-921 und 923-925

Letzte Betriebsnummer: 2920-2921

und 2923-2925

Stückzahl: 5

Hersteller: Städtische Strassenbahn Betrieb

Baujahr: 1913

Umbau: 1929/1930

1929 / 1930 zeichneten die Städtischen Straßenbahnen aus den ehemaligen Beiwagen d 1.45 mit den Nr. 920, 921, 923 - 925 die Werkstattwagen u 1.45 mit den gleichen Nummern um. Die Wagen 2920, 2921 und 2925 wurden 1957 und die Wagen 2923 und 2924 1958 ausgemustert.

© Archiv FMTM eV.

Werkstattwagen Prüffeldwagen

Typ: u 2.27

Betriebsnummer: 2926

Stückzahl: 1

Hersteller: Rathgeber

Baujahr: 1912/1913

Umbau: 1954

Besonderheit: mit Stangerl

Auf den ersten Blick könnte man den Prüffeldwagen 2926 wegen seines Stromabnehmers für einen Triebwagen halten. Doch es handelt sich hierbei um einen Arbeitsbeiwagen vom Typ u 2.27, der 1953/54 aus einem c-Beiwagen entstand. 1958 wurde dieser Einzelgänger ausgemustert und verschrottet

© Archiv FMTM eV.

Etwa 1926 wurde der Umformerwagen u 1.31 Nr. 88 wieder grundlegend umgebaut. Diesmal erhielt er wirklich das UF 23 Fahrgestell eines ausgemusterten z 1.23 bzw. z 2.23 Beiwagens (vermutlich des Beiwagens Nr. 365). Der Aufbau des u 1.31 wurde weitgehend übernommen, jedoch wurde jetzt die vordere Plattform auch verschlossen. Die zusammenklappbare Stangenkonstruktion für die Sichtschutzvorhänge zur Abschirmung des Schweißplatzes am linken Ende blieb erhalten, die Plattform auf dieser Seite wurde allerdings entfernt und das Dach deutlich gekürzt. Die grellen Lichtblitze des elektrischen Lichtbogenschweißens können die Augen sehr stark schädigen, weshalb die Schweißer mit entsprechenden Schweißermasken geschützt wurden. Passanten in der Nähe von solchen Scheißarbeiten mussten jedoch auch vor den Lichtblitzen geschützt werden, was durch spezielle lichtundurchlässige Sichtschutzvorhänge gewährleistet wurde. In der Draufsicht erkennt man sehr gut den Gleichstrommotor gekoppelt mit dem Gleichstromgenerator zur Erzeugung der Lichtbogenschweißstroms in der Kastenmitte.

Da jedoch die kleinen mobilen Schweißumformer mit den straßenfahrbaren Elektroschweißwagen immer leistungsfähiger wurden und zudem kein Gleis beim Einsatz blockierten (siehe hierzu Gleisbaumaschinen), wurde der Umformerwagen spätesten 1940 überflüssig und in einen Niederbordwagen w 2.23 mit Nr. 902 umgebaut. Dieser wurde 1943 bei einem Luftangriff zerstört.

Werkstattwagen

 

Typ: u 1.31 

Betriebsnummer: 88

ca. 1926 in w 1.23 umgebaut Nr. 904

Stückzahl: 1

Hersteller Fahrgestell: Schuckert ex Z -.31

Baujahr des Fahrgestells: 1895/1896

Umbau: 1921/1922

1921 begann die Städtische Straßenbahn auf einem alten, beim Umbau der Schuckert-Triebwagen Z -.31 auf Union-Fahrgestelle als Z -.22 frei gewordenen Untergestell FG 31, einen Umformerwagen für die Stromzufuhr der Elektroschweißgeräte zu bauen. Dieses Fahrzeug wurde als Werkstattwagen u 1.31 Nr. 88 bezeichnet. Die bei Schattenhofer genannte Bezeichnung u 1.23 ist ein Fehler, der offenbar dem weiteren Umbau in den Werkstattwagen w 1.23 geschuldet war.

Der Strom für den Schweißumformer im Werkstattwagen Nr. 88 wurde durch den auf dem Dach montierten Stangenstromabnehmer zugeführt. Die Aufnahme muss bereits unmittelbar nach der Fertigstellung des Umbaus 1921 im Betriebshof in der Schäftlarnstraße entstanden sein, weil im Hintergrund der Z 1.22 Triebwagen Nr. 357 sichtbar ist, der bereits 1921 in einen Beiwagen z 1.22 ebenfalls mit der Nr. 357 umgebaut wurde. Auf diesem Bild besitzt der 357 aber noch sein Stangerl und ist damit eindeutig noch Triebwagen. Der Umformerwagen 88 muss aber noch nicht völlig befriedigt haben, denn er wurde bereits nach wenigen Jahren nochmals grundlegend in den w 1.23 Nr. 904 umgebaut.

Der Schweißumformer besteht aus einem Elektromotor, bei Trambahnen mit Gleichstrom aus der Oberleitung mit hoher Spannung (damals 600 V) aber relativ niedriger Stromstärke betrieben, der einen regelbaren Gleichstromgenerator antreibt, der zum Lichtbogenschweißen Gleichstrom niedriger Spannung aber sehr hoher Stromstärke erzeugt. Interessant an der Abbildung ist auch das Gestänge mit 4 Magnetplatten zur Rückleitung des Umformerstroms in die Schienen an der linken Plattform. Auch besitzt der Wagen bereits die Halterungen für die Sichtschutzvorhänge an der linken Plattform, die bei der Typenskizze des Nachfolgers w 1.23 besser erkennbar sind.

Werkstattwagen

 

Typ: w 1.23                                                               

Betriebsnummer: 88 / 904

Stückzahl: 1

Hersteller Fahrgestell: Brill 21 E UF 23

Baujahr des Fahrgestells: 1905

Umbau: ca. 1926 aus u 1.31

Autoren               Klaus Onnich

& Gestaltung      Dieter Kubisch

                             Reinhold Kocaurek, alle FMTM e.V.

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