Münchner Freiheit

 

Die Zahl der Linien, die irgendwann mal über die Münchner Freiheit kamen, zeigt, dass hier ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt ist.

 

Der Platz hieß früher Feilitzschplatz (nach Maximilian von Feilitzsch), ab 1933 auch Danziger Freiheit. 1946 erhielt er den Namen Münchener Freiheit im Gedenken an die Widerstandsgruppe Freiheitsaktion Bayern, die im April 1945 zur Kapitulation vor den amerikanischen Truppen und zum bewaffneten Aufstand gegen die verbliebenen NS-Einheiten aufrief. Zur Erinnerung daran wurde 1981 an der östlichen Einfassung des Forums eine von Franz Hart geschaffene 4 m × 0,4 m große Bronzetafel mit einer Inschrift angebracht. Eine früher existierende am Straßenschild befestigte Erinnerungstafel war beim Bau der U-Bahn 1971 verlorengegangen.

Die Benennung als Danziger Freiheit beruhte auf einem Aufruf der Verkehrszentrale im seit 1933 nationalsozialistisch regierten Danzig, in großen deutschen Städten einen verkehrsreichen Platz Danziger Freiheit zu nennen, um der Forderung nach einer Änderung des Status der Freien Stadt Danzig Ausdruck zu geben. Hierbei berief sie sich auf eine Rede von Joseph Goebbels, die er am 17. Mai 1933 vor Vertretern des deutschen Fremdenverkehrs gehalten hatte. So gab es in vielen deutschen Städten Plätze mit diesem Namen, die zumeist nach dem Krieg wieder umbenannt wurden.1877 errichtete Ludwig Petuel sen. am Platz die „Schwabinger Brauerei“

Vor "Grosswirt", etwa bei der Erlöserkirche, fuhr die Ungererbahn elektrisch zum Ungererbad.

Schienenplan Münchner Freiheit 1962

Lange wurde um die Bebauung der Münchner Freiheit nach dem U-Bahnbau in offener Bauweise gerungen: auch dieser Vorschlag für eine Einkaufsstadt mit dem Abriss der kompletten Leopoldstrasse lag vor.

© Reinhold Kocaurek FMTM eV.

© Reinhold Kocaurek FMTM eV.

Der damalige 50er-Bus fuhr 1971 von der Münchner Freiheit zum Olympiazentrum, bevor er 1972 von der U3 abgelöst wurde.

Ab Mitte der 1960er-jahre war die Münchner Freiheit eine einzige Baustelle: der Verkehr wurde ab- und umgeleitet, die Tram notdürftig vorbeigemogelt und die Fussgänger hatten einen Hindernisparcour erster Güte. Dieser Film zeigt einen kleinen Ausschnitt davon. 

Dagegen ist die Münchner Freiheit schon fast idyllisch. Die Linie 23 wendet und einige Buslinien kreuzen, der restliche Verkehr ist in den Untergrund verbannt. Ein kurzer Film über die Münchner Freiheit heute.

©  Archiv FMTM eV.

©  Archiv FMTM eV.

© Reinhold Kocaurek FMTM eV.

©  Archiv FMTM eV.

Vergleich 1966 zu 2016: damals begann gerade der U-Bahnbau, aber der alte Feilitzschplatz ist noch gut zu erkennen.

© Reinhold Kocaurek FMTM eV.

Männer ohne Nerven:  gewagte Verkehrsführung an der Münchner Freiheit 1967 für die Linie 6 während der Baustelle.

© Reinhold Kocaurek FMTM eV.

Das Wahrzeichen der Münchner Freiheit war lange Zeit der schwer umstrittene schwarz verglaste Turm des Hertie-Kaufhauses. Das Kaufhaus, heute ein Karstadt, steht am Platz der ehemaligen Brauerei "Schwabinger Bräu".  Hier war auch ein grosser Biergarten direkt an der Leopoldstrasse. Der Komplex wurde im Krieg völlig zerstört und wieder aufgebaut. Vielen ist das "Schwabinger Bräu" vielleicht noch bekannt als Veranstaltungsort vielen Musikveranstaltungen, hier traten in den 70er/80ern von Simple Minds über Billy Joel, AC/DC bis Police alles was Rang und Namen hatte auf und die legendären Faschingsfeiern sind unvergessen. Schräg gegenüber war die erste Münchner Disko, wo Jürgen Herrmann auflegte....sweet memories.

Sorry, ist seit 60 Jahren meine Heimat.

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