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Münchner Freiheit

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Maximilian Alexander Freiherr von Feilitzsch, seit 1904 Graf von Feilitzsch geboren 12. August 1834  † 19. Juni 1913 war bayerischer Staatsminister des Innern. Aufnahme: Stadtarchiv München

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Die Benennung als Danziger Freiheit beruhte auf einem Aufruf der Verkehrszentrale im seit 1933 nationalsozialistisch regierten Danzig, in großen deutschen Städten einen verkehrsreichen Platz Danziger Freiheit zu nennen, um der Forderung nach einer Änderung des Status der Freien Stadt Danzig Ausdruck zu geben. Hierbei berief sie sich auf eine Rede von Joseph Goebbels, die er am 17. Mai 1933 vor Vertretern des deutschen Fremdenverkehrs gehalten hatte. So gab es in vielen deutschen Städten Plätze mit diesem Namen, die zumeist nach dem Krieg wieder umbenannt wurden.

 

1877 errichtete Ludwig Petuel sen. am Platz die „Schwabinger Brauerei“

Schwabinger Bräu DE-1992-FS-PK-STB-13106

Der Platz hieß früher Feilitzschplatz (nach Maximilian von Feilitzsch), ab 1933 auch Danziger Freiheit. 1946 erhielt er den Namen Münchener Freiheit im Gedenken an die Widerstandsgruppe Freiheitsaktion Bayern, die im April 1945 zur Kapitulation vor den amerikanischen Truppen und zum bewaffneten Aufstand gegen die verbliebenen NS-Einheiten aufrief. Zur Erinnerung daran wurde 1981 an der östlichen Einfassung des Forums eine von Franz Hart geschaffene 4 m × 0,4 m große Bronzetafel mit einer Inschrift angebracht. Eine früher existierende am Straßenschild befestigte Erinnerungstafel war beim Bau der U-Bahn 1971 verlorengegangen.

Die Trambahn erreichte am 09.12.1878 auf der Strecke durch die Leopoldstraße über die Verlängerung von der Hohenzollernstraße die Münchner Freiheit . Mit der Inbetriebnahme dieser Pferdebahnlinie ging es erstmals bis zum Großen Wirt, wo man ab 1.7.1986 auf die schon elektrische Ungererbahn umsteigen konnte.

 © Sammlung Stadtarchiv München 

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 © Stadtarchiv München 

Die Streckenplanung von 1878 zeigt die Strecke zum Feilitzschplatz mit der Abzweigung zum Depot in die Wilhelmstraße durch die Hermannstraße, wie die Hohenzollernstraße damals noch hieß.

Eingemeindung von Schwabing 1890

 © Sammlung Stadtarchiv München 

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 © Stadtarchiv München 

1890 Leopoldstrasse herzogstrasse Stadta

 © Sammlung Stadtarchiv München 

Wir befinden uns im Jahr 1890: Schwabing wurde gerade einegmeindet und das Bild zeigt die Ecke Herzogstraße/ Leopoldstraße. Die alte Burgfriedens-Grenze der Stadt München verlief knapp nördlich der heutigen Hohenzollernstraße, weswegen anfangs die Pferdetrambahn auch nur bis an diese Grenze zur Hohenzollernstraße fuhr. Die Stallungen von Otlet und der spätere Betriebshof in der Wilhelmstraße wurden so gelegt, dass sie anfangs knapp ausserhalb des Burgfriedens waren, wie das auch schon mit dem Depot Nymphenburger Straße war. Vermutlich hatte das finanzielle Vorteile damals.

Der Feilitzschplatz

Der Feilitzschplatz bekam seinen Namen erst nach dem Tod von H. Feilitzsch, vorher ist er meist mit "Schwabing" oder "Großer Wirt" erwähnt, denn er hatte bis dahin keinen eigenen Namen, war nur eine Weggabelung.

Die Leopoldstraße

Die Leopoldstraße wurde 1891 nach der Eingemeindung Schwabings nach Prinz Leopold von Bayern, dem Sohn des späteren Prinzregenten Luitpold von Bayern, benannt. Zuvor hieß der südliche Teil dieser Straße Schwabinger Weg, der nördlicher in die Schwabinger Landstraße überging.