Edinburgh Trams

01.12.2018

Edinburgh ist Schottlands Hauptstadt und dort kann gleichzeitig Sonne scheinen, Regel fallen und der Wind um 180 Grad drehen. Das sieht dann an der Endhaltestelle Flughafen der Edinburgher Tram etwa so aus.

 

1871 fuhr in Edinburgh die erste Pferdebahn, bald darauf wurde auf CableCars umgestellt und ab 1905 nacheinander die Strecken elekrifiziert.  

Photo: Andrew Waddington

 

Die stolze Flotte aus Doppeldecker-Trams wurde 1954 zugunsten eines Busnetzes eingestellt. Der letzte erhaltene Wagen steht/fährt im Trambahn-Museum von Crich. In unserem Trambahn-Journal gab es zu dieser Epoche der Trams in Edinburgh vor 2 Jahren einen langen Artikel.

Seit 2014 fährt nun wieder eine Tram durch die Halbmillionenstadt Edinburgh und ergänzt die gigantische Busfloote von Lothian: 80 Linien werden täglich mit knapp 800 Bussen betrieben.

Die Trambahn kommt hier deutlich bescheidener daher: 14 Kilometer ist die einzige Strecke in Normalspur / 750V DC vom Flughafen in die Innenstadt für den Pendelbetrieb lang. Die ursprüngliche Planung mit 3 Strecken wurde wegen explodierender Baukosten 2009 auf gut die Hälfte eingedampft bis heute. Daher ist die Trambahnflotte mit 27 Wagen etwas üppig auf die ursprünglich angedachte Streckenlänge konfektioniert. 

Auch das Depot Gogar weit draußen vor der Stadt für die 27 CAF Urbos 3 wirkt etwas groß geraten, aber wenn bald verlängert wird, passt es wieder.

 

Zur Fahrt mit Bus oder Tram gelten die gleichen Fahrscheine, aber es gibt keine Umsteiger, man muss jedesmal neu zahlen. Der Flughafen hat, was für ein Wunder, eine extra teure Extrazone. 

 

Kuriosum:  in der Tram muss man mit vorgelöstem Fahrschein einsteigen, der dann mit einem Stich eines Kugelschreibers vom durchgehenden Schaffner entwertet wird.

 

Im Bus zahlt man immer passend (kein Rückgeld!) beim Fahrer beim Besteigen des Busses. Da die Fahrertüre die einzige Türe des Doppeldeckerbusses zum Aussteigen & Einsteigen ist, kann das schon mal eine gute Zeit brauchen....

 

Edinburgh im Herbst ist eigentlich permanent nass, windig, kühl und mit Nieselregen gesegnet. Das freut den Fotografen, weil es schöne Lichteffekte gibt.

 In den Trams gibt es Extrafächer für die Koffer der Flughafennutzer.

Text & Bilder (bis auf das Bild aus Crich): Reinhold Kocaurek

 

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