RAW Neuaubing

Im zweiten Weltkrieg waren gerade in München die Verluste an Trambahnen so massiv, dass die Stadtwerke mit ihren eigenen Reparaturkapazitäten selbst mit Unterstützung der Fa.

Rathgeber, die aber zusätzlich mit Rüstungsaufträgen ausgelastet war, die Verluste nicht mehr ausgleichen konnte. Auch die Zuweisung von Fremdfahrzeugen aus Polen, Italien, Norwegen und Dresden konnten die Verluste nicht ausgleichen. Daher wurde das Reichsbahnausbesserungswerk Neuaubing (RAW Neuaubing) in den Wiederaufbau kriegsbeschädigter Triebwagen eingebunden. Von den Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen 1906 als Centralwerkstätte Aubing eröffnet, war das Werk zuerst für die Ausbesserung von Güterwagen zuständig. Jedoch war für die bayrischen Trieb- und Beiwagen der sagenhaften Lokalbahn Salzburg – Berchtesgaden – Königssee, die grüne Elektrische in Gegensatz zur Salzburger roten Elektrischen, von Anfang an auch das Werk Aubing zuständig. Nachdem später auch Personenwagen dort repariert wurden, wurde das Werk unter Reichsbahn Regie als RAW Neuaubing (Reichsbahnausbesserungswerk) geführt. Wegen der Nähe zu München und dem vorhandenen Reichsbahnanschluß der HW konnten daher zwischen 1943 und 1945 im RAW Neuaubing auf den Fahrgestellen kriegszerstörter E-Triebwagen 19 Triebwagen des Typs G 1.8 neu aufgebaut werden. Die Reichsbahner hatten jedoch wenig Zeit für komplizierte Wagenkastenformen mit Schleppdächern, sondern verpassten den G-Triebwagen das für sie typische gerade Dach, dass noch heute Kennzeichen dieser Wagen ist.

Nach dem Krieg war das dann nur noch AW Neuaubing bezeichnete Werk noch bis 2001 für die DB unverzichtbar bei der Ausbesserung von Reisezugwagen. Mit der großen Einsparungswelle unter Bahnchef Mehdorn wurde das Werk dann Ende 2001 stillgelegt. Heute fährt die DB Schadwagen mit gesonderten Bedarfszügen in ganz Deutschland herum, was angeblich günstiger sein soll. Dafür entsteht auf dem ehemaligen AW Gelände jetzt ein Wohnpark und aus den alten denkmalgeschützten Hallen ein Gewerbepark.

Die verlassenen & denkmalgeschützten Hallen des Ausbesserungswerks Neuaubing 

Zum 75-jährigen Jubiläum des AW Neuaubing am 11.10.1981 besuchte der G 1.8-Tw 2964  nochmal seine Geburtstätte. 1995 bekam er wieder seine alte Nummer 670 und steht heute im MVG-Museum

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