TRIEBWAGEN TYP H

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Da sich der Bestand an Fahrzeugen durch die Kriegszerstörungen immer weiter verringerte, wurden ab 1943 immer mehr Fahrzeuge aus Dresden, Kattowitz, TurinKöslinLeipzigOslo und Stettin (insgesamt 113 Triebwagen und 91 Beiwagen) geliehen. Einige davon bereiteten in München Probleme – beispielsweise neigten die Triebwagen aus Oslo wegen zu langer Radstände zum Entgleisen. Als alltagstauglich erwiesen sich nur die zweiachsigen Züge aus Mailand und Rom. Aus diesem Grund erwarb man je 25 Trieb- und Beiwagen aus Rom und weitere zwölf Triebwagen aus Mailand. Betriebsintern erhielten sie die Bezeichnung (X1/x1 und X7). Um nicht aus dem Nummernschema zu fallen, werden sie jedoch auch als Typ H bezeichnet. Obwohl die Züge bezahlt waren, mussten alle Römer und Mailänder Wagen nach dem Krieg auf Anweisung der Besatzungsmacht zurückgegeben werden. Da die zwölf Triebwagen vom Typ X7 jedoch noch bis 1946 grundüberholt worden waren, entschied man sich 1949, sie zu einem Stückpreis von 16.000 DM erneut zu erwerben. Die letzten Triebwagen dieses Typs wurden 1959 abgestellt.

Technische Daten der Mailänder:

Gesamtlänge: 9,28 m;

Baujahr1925; 

Antrieb: Zwei Motoren á 38 PS

Elektrische Ausstattung: Brown, Boveri

und Cie. AG, Mannheim; 

24 Sitzplätze, 34 Stehplätze;

Der "Ruinenschleicher" unterwegs auf der Linie 37.

Zweiachstriebwagen

Typ: H 1.32

Betriebsnummer: 101-112

Stückzahl: 12

Baujahr: 1925

Umbau: 1949 aus ex Mailand ex S 1.33 ex X 7

Von den Mailänder Triebwagen S 1.33 Nr. 2053-2082, die den Krieg überstanden hatten, wurden 1949 zehn Wagen an Mailand zurückgegeben. 12 Wagen wurden 1949 nochmals angekauft und blieben in München. Sie wurden in die Reihe H 1.32 mit den Nummern 101 - 112 umgezeichnet. Bekannt wurden sie durch ihren Einsatz auf dem Ruinenschleicher, der Linie 37. Zwischen 1957 und 1959 wurden sie dann ausgemustert.

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In der Reihe der "Mailänder" gab deutliche äussere Unterschiede: während Wagen 104 acht Fenster und Rundbögen an den oberen vier Oberlichten hatte, fuhr Wagen 105 mit 7 Fenstern und 7 eckigen Oberlichten durch die Strassen. 

Es herrschte Krieg in Europa und man war hauptsächlich mit dem Stopfen von Lücken in der Reihe von Triebwagen, die durch Bombenangriffe zerstört wurden, beschäftigt. Da verliess man dann auch die akriebische Buchstaben- und Nummernreihenfolge und benannte die bunte Vielfalt der weiteren Fremdwagen, die auf welchem Weg auch immer nach München kamen, mit X und entsprechenden Zahlen, - Überleben war angesagt.

Autoren:              Klaus Onnich

& Gestaltung      Dieter Kubisch

                             Reinhold Kocaurek, alle FMTM e.V.

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